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J. M. Coetzee / Kornél Mundruczó
Szégyen / Schande

Schauspiel / Budapest / Wien / AUFTRAGSWERK / URAUFFÜHRUNG

Von
Kornél Mundruczó
Nach dem Roman von J. M. Coetzee
Übersetzung ins Ungarische George Gábor

Szégyen ist die originelle Bearbeitung des schonungslosen Romans von Nobelpreisträger J. M. Coetzee durch den ungarischen Regisseur Kornél Mundruczó als Reality-Show, die ihre Zuschauer herausfordert, sich einem der kontroversesten Themen des zeitgenössischen Europa zu stellen – den Konsequenzen von Kolonialismus und kulturellem Überlegenheitsdenken. Mehr

David Lurie, weißer Literaturprofessor in Kapstadt, hat mit einer Studentin geschlafen. Wegen sexuellen Missbrauchs wird er entlassen und all seiner Privilegien beraubt. Er findet Zuflucht auf der Farm seiner Tochter Lucy in einer entlegenen südafrikanischen Provinz. Doch dort lauert noch schlimmeres Unheil: Schwarze Nachbarn vergewaltigen und schwangern Lucy, erheben so auf grausame Weise neue Macht- und Besitzansprüche. David selbst kommt nur knapp mit dem Leben davon.
Der ungarische Film- und Theaterregisseur Kornél Mundruczó adaptiert den Roman des Nobelpreisträgers J. M. Coetzee in Form einer Theater-Reality-Show. Er sieht ihn auch „als eine Parabel auf Fragen des Europäertums, auf allgemeine Ängste und Probleme auf unserem sichtlich vor großen Umwälzungen stehenden Kontinent. Denn Davids Niedergang könnte auch verstanden werden als der Niedergang einer Welt, in der der ‚weiße Mann‘, der die Welt kolonisiert hat und jahrhundertelang kaum Konsequenzen seiner Taten zu fürchten hatte, nun selbst kolonisiert wird. Jetzt klopft das Unbekannte an Davids Tür, und er hat keine andere Wahl, als es hereinzulassen. Erst als er alles verliert, wird ihm Freiheit geschenkt.“

In den Vorjahren waren bei den Wiener Festwochen mit großem Erfolg Mundruczós polarisierende Inszenierungen Frankenstein-terv Das Frankenstein-Projekt, A jég Ljod. Das Eis und Nehéz istennek lenni Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein zu sehen.

Weniger

Künstlerische Leitung und Besetzung

KONZEPTION UND Inszenierung / Kornél Mundruczó
MUSIK / János Szemenyei
Dramaturgie / Viktória Petrányi
Künstlerische Mitarbeit / Yvette Bíró
Bühne und Kostüme / Márton Ágh
PRODUKTIONSLEITUNG / Dóra Büki
PRODUKTIONSASSISTENZ / Zsófia Csató
TECHNISCHE LEITUNG UND LICHT / András Éltető
MIT / Annamária Láng, Lili Monori, Kata Wéber, Gergely Bánki, János Derzsi, László Katona, Roland Rába, János Szemenyei, B. Miklós Székely, Sándor Zsótér

Produktion
KOPRODUKTION Wiener Festwochen, Proton Cinema + Theatre, Budapest, Festival d’Avignon, Kunstenfestivaldesarts, Brüssel, Trafó – House of Contemporary Arts, Budapest, Malta Festival, Posen, Hebbel am Ufer, Berlin, Romaeuropa Festival
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Spieltage

17.05.12 20:30
18.05.12 20:30
19.05.12 20:30
20.05.12 20:30

Preise

EUR 20,-

Durch eine geänderte Bühnensituation finden die Vorstellungen bei freier Platzwahl zum Einheitspreis von € 20,- statt.

Sprache

Ungarisch mit deutschen Übertiteln

Dauer

2 Std. 10 Min., keine Pause

PUblikumsgespräch

18. Mai, im Anschluss an die Vorstellung, Halle G im MuseumsQuartier

Raiffeisen Fenstertag 18. Mai

ca. 25% Ermäßigung, siehe
Karten & Service / Ermäßigungen